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Vortrag zum Potsdamer Wohnungsbau zwischen 1919 und 1939
Am 03.04.2025 findet in der Nansenstraße 5 ein Vortrag vom Historiker Thomas Sander zum Potsdamer Wohnungsbau 1919 - 1939 statt, der auch unsere Siedlung zum Inhalt hat. Der Eintritt ist frei.
Hierzu erhielten wir folgende Pressemitteilung des Vereins Brandenburger Vorstadt e.V.:
Aus der Not heraus - Potsdamer Wohnungsbau zwischen 1919 und 1939
Am 3. April veranstaltet der Verein Brandenburger Vorstadt e.V. einen Vortrags-abend mit dem Titel "Aus der Not heraus - Potsdamer Wohnungsbau zwischen 1919 und 1939". Um 19:30Uhr startet der Lichtbildervortrag im Saal der Erlöser-gemeinde in der Nansenstraße 5, 14471 Potsdam. Der Referent ist der Historiker Thomas Sander, der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Hintergrund:
„Heute rächt es sich bitter, daß man vor dem Kriege den Wohnungsbau fast aus-schließlich dem privaten Kapital überlassen, den Bau von Kleinwohnungen schand-bar vernachlässigt und die zu diesem Zwecke gegründeten gemeinnützigen Bau-genossenschaften viel zu wenig gefördert, ja teilweise direkt drangsaliert und ge-hindert hat." Was sich in der Zeitung „Vorwärts" vom 9. November 1917, auf den Tag genau ein Jahr vor der Novemberrevolution, als Vorwurf an die verantwortli-chen Behörden des Kaiserreiches richtete, widerspiegelte auch die Verhältnisse in der Residenzstadt Potsdam. „Schon vor dem Kriege", gibt der Magistrat 1918 auf Anfrage zu, „war ein dauerndes, dringendes Bedürfnis nach Wohnungen". Der Vor-trag von Thomas Sander widmet sich anhand dreier Siedlungen, der „Stadtheide" in Potsdam-West, der Gewoba-Siedlung an der Paul-Neumann-Straße in Babels-berg und der sog. „Friedrichsstadt" auf dem Kiewitt, drei unterschiedlichen Kon-zepten gegen die allgegenwärtige Wohnungsnot in Potsdam zwischen den Welt-kriegen.
Neben der steten Sanierung ist Wohnungsbau in der Brandenburger Vorstadt seit den 90er Jahren großes Thema. Die „innere Verdichtung“ wurde durch Dachaus-bauten, Lücken- und Neuerschließungen vorangetrieben. Das attraktive, lebens-werte und nahezu durchsanierte Viertel hat eine hohe Fluktuation, nur 40 Prozent wohnen hier länger als 10 Jahre*. Aktuell plant die Stadtverwaltung hier eine Mi-lieuschutzsatzung zu installieren, die die Mietensteigerung der letzten Jahre ver-ringern soll*. Der Erhalt bezahlbaren Wohnraums ist aktueller denn je.
* Literaturquelle:
https://www.potsdam.de/de/111-mehr-schutz-brandenburger-vorstadt-angestrebt und
https://www.tagesspiegel.de/potsdam/landeshaupt-stadt/gegen-verdrangung-von-mietern-potsdam-bereitet-milieuschutz-fur-weite-ren-stadtteil-vor-13406065.html

Am 03.04.2025 findet in der Nansenstraße 5 ein Vortrag vom Historiker Thomas Sander zum Potsdamer Wohnungsbau 1919 - 1939 statt, der auch unsere Siedlung zum Inhalt hat. Der Eintritt ist frei.
Hierzu erhielten wir folgende Pressemitteilung des Vereins Brandenburger Vorstadt e.V.:
